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Inpainting — gezielt einen Bildbereich ändern

Manchmal stimmt ein Bild bis auf eine Stelle: die Fassade sitzt, aber das Vordach soll weg. Ein normaler Edit-Node generiert dabei das ganze Bild neu und verändert dabei unweigerlich auch alles andere ein wenig.

Beim Inpainting markierst du stattdessen den Bereich, der sich ändern soll. Alles außerhalb der Markierung bleibt erhalten.

Input Image ──▶ Inpaint Mask ──┬── Ausgang 1 (Bild) ────▶ Handle 0 ┐
│ ├─▶ Edit-Node ──▶ Preview
└── Ausgang 2 (Maske) ───▶ Handle 2 ┘

Ziehe einen Inpaint Mask-Node auf den Canvas und verbinde ein Bild mit Handle 0. Das kann ein Input Image sein oder die Ausgabe eines beliebigen Generierungs-Nodes.

Solange nichts verbunden ist, zeigt der Node nur „Connect an input image” — er hat keinen eigenen Prompt und generiert selbst nichts.

Male direkt im Node über die Stelle, die sich ändern soll. Die Werkzeugleiste darunter bietet:

WerkzeugFunktion
PinselMarkiert einen Bereich.
RadiererSchneidet aus bereits gemalten Strichen wieder heraus.
UndoNimmt den letzten Strich zurück.
PapierkorbLöscht die ganze Maske.
GrößePinseldurchmesser (5–50). Der Kreis am Cursor zeigt die aktuelle Größe.
FarbeFarbe der Markierung.
DeckkraftTransparenz der Markierung (1–100 %).

Der Inpaint-Node hat zwei Ausgänge:

AusgangInhaltWohin
1 (oben)Das Bild mit den sichtbaren MarkierungenHandle 0 des Edit-Nodes
2 (unten, pink)Die Schwarz-Weiß-MaskeHandle 2 des Edit-Nodes

Verbinde beide. Der Maskeneingang ist immer der pink eingefärbte Punkt.

Bei den reinen Masken-Nodes (siehe unten) ist er Pflicht — ohne Maske brechen sie ab, bevor Credits fließen. Bei den Edit-Nodes ist er optional; ohne Maske bearbeiten sie das ganze Bild.

Schreibe in das Textfeld des Edit-Nodes, was in dem Bereich passieren soll — zum Beispiel „entferne das Vordach und führe die Ziegelfassade durch”. Beschreibe nur die Änderung, nicht das ganze Bild.

Es gibt zwei Familien. Die eine kann auch ohne Maske arbeiten, die andere ist ausschließlich fürs Inpainting gebaut.

Diese drei sperren die Änderung im Modell selbst auf den markierten Bereich. Sie haben keinen Referenzeingang, keine Modell- und keine Auflösungswahl: Format und Größe folgen dem Eingangsbild.

NodePromptWas sie tut
Erase (Bria)keinerEntfernt das Markierte und rekonstruiert den Hintergrund.
Fill (Bria)jaFüllt den markierten Bereich mit dem, was du beschreibst.
Inpaint (Qwen)jaWie Fill, wird nach Bildfläche abgerechnet.
NodeModell bei verbundener MaskeVerhalten
Edit (Flux)FLUX.1 FillEchtes Inpainting im Modell.
Edit (Google Pro)Nano Banana Pro / Nano Banana 2Maske als Zusatzbild; Ergebnis wird auf das Original zurückgerechnet.
Edit (Google Flash)Gemini 2.5 Flash ImageWie oben, nur schneller und günstiger.

Edit (Grok), Edit (OpenAI), Edit (Seedream) und Edit (MAI) haben keinen Maskeneingang.

Gemini kennt keinen Maskenparameter. Dort bekommt das Modell die Maske als zusätzliches Bild mit der Anweisung, nur innerhalb der weißen Fläche zu arbeiten. Weil Gemini trotzdem das ganze Bild neu zeichnet und dabei überall minimal driftet, wird das Ergebnis danach lokal auf die Maske zugeschnitten und über das unveränderte Original gelegt — mit weichem Übergang an der Kante. Pixel außerhalb der Maske bleiben dadurch exakt erhalten.

Alle anderen maskenfähigen Nodes brauchen diesen Umweg nicht: Bei ihnen sieht das Modell die markierte Region und rührt den Rest gar nicht erst an.

Etwas soll weg — parkendes Auto, Bauzaun, Mülltonne, Verkehrsschild, Passant: Erase (Bria). Markieren, fertig. Kein Prompt, und damit auch kein Risiko, dass das Modell an der Stelle etwas erfindet. Für diesen mit Abstand häufigsten Fall ist es die beste Wahl.

Etwas soll an die Stelle — ein Baum, ein anderes Fenster, eine Bank: Fill (Bria) oder Inpaint (Qwen). Fill ist auf grob gemalte Flächen ausgelegt, du musst also nicht sauber ausschneiden, und hält sich eng an die Markierung. Qwen ist bei kleinen Bildern günstiger, nimmt die Maske aber eher als Richtung denn als harte Grenze: Das Eingesetzte darf über den markierten Rand hinauswachsen, und der Rest des Bildes kann sich leicht mitverändern. Für Motive, die natürlich über ihre Grenze hinausragen — Pflanzen, Bäume — ist das oft sogar erwünscht; wo der Rand exakt sitzen muss, nimm Fill.

Der Eingriff braucht Bildverständnis — etwa eine Fassade, die sich stimmig in die Umgebung einfügen muss: Edit (Google Pro). Das Modell versteht den Kontext am besten, dafür ist der Weg über die Rückrechnung indirekter.

Solider Allrounder: Edit (Flux). Wenn du unsicher bist, funktioniert der für die meisten Aufgaben gut.

  • Die Ausgabegröße folgt dem Eingangsbild. Bei maskierter Bearbeitung wird die Seitenverhältnis-Einstellung des Edit-Nodes ignoriert — die Maske ist pixelgenau auf das Original bezogen.
  • Eingangsbilder werden auf 2048 px begrenzt. Für ein größeres Endergebnis hängst du nach dem Edit einen Upscale (Topaz)-Node an.
  • Ohne Pinselstrich keine Maske. Ein Inpaint-Node ohne Markierung reicht das Bild unverändert durch. Die Edit-Nodes arbeiten dann normal über das ganze Bild; die reinen Masken-Nodes brechen mit einem Hinweis ab.
  • Mehrere Bereiche gleichzeitig sind kein Problem — alle Markierungen landen in derselben Maske und werden zusammen bearbeitet.
  • Fremde Masken funktionieren auch: An Handle 2 lässt sich jedes Schwarz-Weiß-Bild hängen, etwa eine in Photoshop erstellte Maske über einen Input Image-Node.

Der Inpaint-Node selbst kostet nichts — er zeichnet nur lokal. Abgerechnet wird allein die Generierung im nachgelagerten Edit-Node. Die angeschlossene Maske zählt dabei nicht als Referenzbild.

Die Abrechnungsarten unterscheiden sich:

  • Erase (Bria) und Fill (Bria) kosten einen pauschalen Betrag pro Generierung — unabhängig von der Auflösung, und weniger als alle anderen hier.
  • Inpaint (Qwen) wird nach Bildfläche berechnet. Bei kleinen Bildern ist es das günstigste, bei 2048 × 2048 das teuerste der drei.
  • Edit (Flux) wird sonst nach Bildgröße berechnet, mit Maske aber pauschal, weil es dann über FLUX.1 Fill läuft.
  • Die Google-Nodes bleiben bei der Staffelung nach Auflösung.

Den konkreten Wert zeigt jeder Node vor dem Start an; die Systematik steht unter Modelle und Kosten.

ProblemUrsache
„A mask is connected but the main image input is missing”An Handle 2 hängt eine Maske, an Handle 0 aber kein Bild.
Pinselstriche sind im Ergebnis sichtbarDer Edit-Node bekommt das markierte Bild aus einer anderen Quelle als direkt vom Inpaint-Node — verbinde Ausgang 1 direkt mit Handle 0.
Das ganze Bild hat sich verändertDie Maske hängt nicht am pinken Maskeneingang, oder die Node hat gar keinen.
„Bitte eine Maske an Handle 2 verbinden”Eine reine Masken-Node ohne Maske — dort ist sie Pflicht.
„Bild zu groß für Qwen Inpaint”Über 2048 × 2048. Vorher einen Resize Image-Node einsetzen oder eine der Bria-Nodes nehmen.
Nichts passiert im markierten BereichDie Anweisung beschreibt das ganze Bild statt der Änderung. Formuliere nur den gewünschten Eingriff.

Eine Übersicht aller Nodes und Verbindungsregeln steht unter Node-Typen im Überblick.